Stimmen der Nacht
Die Balzzeit der Eulen

Zu Beginn des Jahres beginnt für unsere heimischen Eulen die Balzzeit. In Winternächten zwischen Januar und März sind die charakteristischen Rufe von Waldkauz, Uhu, Waldohreule und Schleiereule oft weit zu hören. Die Männchen markieren ihr Revier und werben um ein Weibchen – eine entscheidende Phase vor der Brutzeit.

Die Rufe der Eulen

Waldkauzästling in Nahaufnahme auf einem ZweigZoombild vorhanden

Waldkauz-Ästling

Waldkauz (Strix aluco)
Sein klagendes „Hu-hu-huhuhuuu“ ist das klassische Eulengeräusch und darf in keinem Thriller fehlen.

Kopf des Uhu in NahaufnahmeZoombild vorhanden

Uhu (Bubo bubo)

Uhu (Bubo bubo)
Die größte Eule der Welt ruft mit einem tiefen „U-hu“, das in stillen Nächten weit trägt.

Waldohreule in NahaufnahmeZoombild vorhanden

Waldohreule

Waldohreule (Asio otus)
Ihr sanftes, rhythmisches „Hu-hu-hu“ erklingt in regelmäßigen Abständen und ist typisch für die Balzzeit.

Schleiereule in NahaufnahmeZoombild vorhanden

Schleiereule

Schleiereule (Tyto alba)
Statt "Huhen" gibt sie ein gespenstisches, fauchendes Kreischen von sich – besonders in alten Scheunen und Kirchtürmen.

So können Waldbesitzer den Eulen helfen

Für Eulen sind naturnahe Wälder mit alten Bäumen lebenswichtig. Waldbesitzer können helfen, indem sie Höhlenbäume erhalten, stehendes Totholz nicht entfernen und künstliche Nisthilfen anbringen. Offenere Waldränder und strukturreiche Lichtungen bieten ideale Jagdgebiete, während der Verzicht auf Pestizide die Nahrungsgrundlage sichert. Auch Extensivwiesen in Waldrandnähe sind wertvoll für Eulen und ihre Beutetiere.

Wer in diesen Wochen nachts lauscht, kann mit etwas Glück die Stimmen dieser faszinierenden Jäger erleben – ein einzigartiges Naturerlebnis.

Antragszeitraum VNP Wald gestartet
Für viele Maßnahmen, die auch den heimischen Eulen helfen (Erhalt von Biotopbäumen, Belassen von Totholz), können Sie Fördermittel über das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) erhalten. Aktuell können Sie beim für Sie zuständigen Förster des AELF einen Antrag stellen – dies ist jährlich nur innerhalb eines bestimmten Zeitkorridors möglich. Die untere Naturschutzbehörde beim jeweiligen Landratsamt oder der kreisfreien Stadt prüft, ob eine Maßnahme die Voraussetzungen für die Teilnahme am Vertragsnaturschutz erfüllt.